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Hegemony – ein Brettspiel erster Klasse

von Johannes
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Über das Spiel

 

Dieser Spielbericht ist zuerst auf Instagram erschienen.

„Die einen haben Furcht vor dem Staat die anderen haben Furcht um den Staat.“ Walter Scheel

Die Interessen verschiedener sozialer Klassen auszubalancieren – auch wenn Klassen aus sozialwissenschaftlicher Sicht natürlich überholt sind – ist ein kompliziertes Unterfangen, welches sich im Brettspiel nur schwerlich umsetzen lässt. Der Neuheit „Hegemony“ ist dies jedoch fulminant gelungen, wie der Minister und seine Frau in ihrer Erstpartie lernen durften.

Im Ringen um die Hegemonie spielen die Spieler*innen in diesem Spiel insgesamt vier verschiedene und vollständig asymmetrische Klassen. Auch die Möglichkeiten Siegpunkte zu bekommen unterscheiden sich entsprechend. So möchte die Arbeiterklasse beispielsweise hohe Löhne, da sie vom Wohlstand der eigenen Klasse (Bildung, Gesundheit, Luxusgüter) profitiert. Die Kapitalisten versuchen hingegen möglichst viel Kapital anzuhäufen. Der Mittelstand muss einen Mittelweg aus Kapital und Wohlstand finden und der Staat maximiert seine Legitimität, indem er den Wünschen der anderen Klassen entspricht.

Getrieben wird das Spiel durch individuelle Kartendecks und ebenfalls unterschiedliche Basisaktionen, von denen man pro Jahr fünf auswählt (Karten oder Aktionen). Nach fünf Jahren endet das Spiel.

Wie bereits erwähnt, funktioniert das Spielprinzip ganz hervorragend, soweit sich das nach einer Partie beurteilen lässt. Die Aktionen der einzelnen Klassen fühlen sich thematisch richtig und bedeutsam an. Das Ringen ist spannend und das Spiel erzählt die immerwährende Geschichte neu. Der Minister freut sich schon auf die nächste Partie. Wirklich erstklassig!

Abschließende Bewertung des Ministeriums

„Ein phänomenal gut umgesetztes asymmetrisches Spiel. Da verzeiht man gerne auch die potentiell ungleichen Gewinnchancen. Wirklich ein Brettspiel erster Klasse!"
Johannes
Brettspielminister

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