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Pirates of Maracaibo – Auf zu neuen Ufern?

von Johannes
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Über das Spiel

Dieser Spielbericht erschien zuerst bei Instagram.

Auch abseits von Piraterie (die überall auf der Welt geächtet wird) bietet das Thema Seefahrt eine enorme Faszination und Romantik, die auch in Brettspielen immer wieder aufgegriffen wird.

Bald schon ein Klassiker des Themenbereichs ist der Titel Maracaibo. In diesem stechen die Spieler*innen in der Karibik des 17. Jahrhunderts in See, bauen ihre Schiffe auf, starten Expeditionen und gehen Allianzen mit drei Mächten ein. Mit „Pirates of Maracaibo“ ist jetzt ein etwas einfacherer Ableger erschienen, der das Piratenthema etwas in den Mittelpunkt rückt.

Zunächst fällt dabei auf, dass das große Spielbrett einer Kartenauslage gewichen ist, auf der sich die Spieler*innen mit ihren Schiffen langsam (oder schnell) in Richtung Maracaibo bewegen. Das Einflusstableau, welches zumindest in den ministerialen Runden stets das am schwierigsten zu begreifende Element des Spiels war, entfällt komplett und auch das Kartenhandling gibt es nicht mehr. Geblieben ist aber das Feeling: Noch immer wird das eigene Schiff ausgebaut, man erkundet die Insel und man ärgert sich, wenn einem eine wichtige Karte vor der Nase weggeschnappt wird. Hinzu kommt das Graben nach Schätzen mit einem kleinen gut durchdachten Marktmechanismus. Sicherlich, das Spiel ist nicht so komplex wie der große Bruder, aber die Zugänglichkeit stellt gepaart mit der kurzen Spieldauer auch sicher, dass es nun potentiell öfter auf den Tisch kommen kann. Dabei ist das Spiel keineswegs trivial. Mit der Vielzahl der unterschiedlichen Karten und Wege Punkte zu machen, bietet das Spiel genügend Möglichkeiten zur Abwechslung und verlangt von den Spieler*innen sich auf immer neue Spielsituationen einzustellen und Wege zur Erbeutung der Schätze zu erkunden.

Transparenz

Für diesen Spielbericht stand ein preisreduziertes Rezensionexemplar zur Verfügung, welches dem Ministerium ohne Auflagen vom Verlag übermittelt worden ist. Dies hat keinen Einfluss auf die Rezension.

Abschließende Bewertung des Ministeriums

„Das 'kleine' Maracaibo macht Abstriche bei der Komplexität, aber keineswegs beim Spielspaß. Wer Lust auf ein kleines kurzes Engine-Building-Spiel mit Race-Faktor aus dem Kennerspiel-Bereich hat, kann hier bedenkenlos zugreifen.“
Johannes
Brettspielminister

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