Ohne Gegender ließe sich die Rezension wesentlich besser und einfacher lesen und wäre grammatisch korrekt.
Johannes6. September 2026 - 21:06
Ich gendere bewusst und absichtlich, weil ich davon überzeugt bin, dass die Verwendung des generischen Maskulins zu einer kognitiven Unterrepräsentanz von Personengruppen führt. Dies hat weitreichende Folgen bis hin zur Berufswahl von Kindern. Wenn ich von Expertenspielen schreibe, evoziert das in vielen Fällen das Bild eines männlichen Experten. Die negativen Effekte sind hinreichend erforscht und belegt. Dass das Gendersternchen im Lesefluss stört, ist nur in der Eingewöhnungsphase so. Ja, auch ich musste mich erst daran gewöhnen. Für die gute Sache bin ich aber gerne bereit, mich umzustellen. Gleiches gilt für den glottalen Verschlusslaut, der beim Sprechen auftritt. Erst fällt es auf, dann nicht mehr. Aus meiner Sicht gibt es kein einziges gutes Argument gegen das Gendern.
2 Kommentare